Experiment zur steinzeitlichen Landschaftsnutzung im AÖZA

Pressemitteilung (Nr. 49/2009)


Brandrodung im Steinzeitwald

Am Sonntag, den 8. November 2009, findet im Steinzeitpark Albersdorf wieder ein besonderes Experiment statt: In Absprache und Kooperation mit der Landesforstverwaltung und der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wird an diesem Tag ein dritter Brandrodungsversuch im Steinzeitwald durchgeführt. Unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr Albersdorf wird dabei eine kleine Fläche von ca. 10 m x 15 m im Bereich des Waldes in der Nähe des Steinzeitdorfes mit Hilfe einer aus Astmaterial bestehenden „Feuerwalze“ oberflächlich abgebrannt. Einige Tage nach dem Brand wird die Fläche dann mit alten Wintergetreidesorten bestellt. Eine Einbeziehung der Versuchsfläche in die Führungen und Programme des AÖZA ist geplant.









Ziel des Experimentes, das durch Hanno Bitter von der Landwirtschaftskammer, Außenstelle Heide, durch den Experimentalarchäologen Thomas Lessig-Weller aus Hannover sowie von Dr. Rüdiger Kelm und dem Landschaftsarchitekten Florian Kobbe vom AÖZA durchgeführt wird, ist es herauszufinden, wie gut ein durch Brand gerodeter und mit der Asche gedüngter, ansonsten aber unbehandelter Waldboden für eine ackerbauliche Nutzung geeignet ist. Diese Rodungsmethode ist in der Jungsteinzeit auch in Norddeutschland vermutlich regelmäßig für die Öffnung der Landschaft genutzt worden und auch im Albersdorfer Raum für die Zeit vor ca. 5.000 Jahren durch die Forschungen des Kieler Ökologie-Zentrums nachgewiesen worden.

Von den Versuchen 2008 und 2007 gibt es folgende Berichte hier...

Für die Presse:
Am Sonntag, den 8. 11. 2009 besteht um 12.00 Uhr die Möglichkeit, mit Herrn Bitter, Herrn Lessig-Weller, Herrn Kobbe und Herrn Kelm vor Ort zu sprechen. Die Brandrodungsfläche liegt im Wald gegenüber des AÖZA-Steinzeitdorfes.
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