07 Oktober 2009

Steinzeitdorf Albersdorf wegen Filmaufnahmen gesperrt

Pressemitteilung (Nr. 45/2009)


In der Zeit vom Donnerstag, den 8. 10. 2009, bis Samstag, den 10. 10. 2009 ist das Steinzeitdorf Albersdorf aufgrund von Filmaufnahmen für Besucher gesperrt.

Der Steinzeitpark ist währenddessen frei zugänglich.

Am Sonntag, den 11. 10. 2009 findet dann von 14.00 bis 17.00 Uhr wieder das „Leben im Steinzeitdorf“ mit Vorführ- und Mitmachaktionen zur Archäologie statt.

Die Filmaufnahmen werden im Rahmen einer ZDF-Produktion mit dem Titel „Tatort Eulau“ durchgeführt, die neue archäologische Forschungsergebnisse zur späten Jungsteinzeit zum Thema hat und voraussichtlich Anfang nächsten Jahres im ZDF gezeigt wird.

Ein Blick über den Zaun des Steinzeitdorfes ist an den drei Drehtagen möglich!

Wir bitten für diese Unannehmlichkeiten um Verständnis.

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Informationen vom Terra X Team:
Terra X: Tatort Eulau (AT) ZDF-Auftragsproduktion / ndf: neue deutsche Filmgesellschaft mbH

Drehzeit Juni 2009 – Ende November 2009

Dokumentarische Drehs Sachsen-Anhalt: Halle (Saale), Eulau bei Naumburg, Pömmelte bei Magdeburg, Weimar, Mainz, Kiel
Portugal (Zambujal, Lissabon), Spanien (Barcelona), Schweiz (Sion),

Szenische Drehs Albersdorf bei Heide

Länge ca. 45 Min. Sendetermin Mitte 2010

Stab
Buch Michael Gregor und Gerwin Dahm
Regie Michael Gregor
Kamera Alexander Hein
Produzent Gerwin Dahm
Redaktion Klaus Heckenhahn
Fachberater / Interviewpartner (Auswahl):
Prof. Dr. Harald Meller, Landesarchäologe u. Museumsdirektor des Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt in Halle (Saale)
Dr. Michael Bauermann, Bundeskriminalamt / Kriminalistisch-kriminologische Forschung (Wiesbaden)
Christian Meyer, Anthropologe (Universität Mainz)
Dr.Robert Ganslmeier, Chefausgräber Eulau

Im Mittelpunkt der Terra X-Dokumentation "Tatort Eulau" (Arbeitstitel) steht der spektakuläre Fund der gut erhaltenen Steinzeitgräber in der Kiesgrube von Eulau bei Naumburg: 3 Frauen, 2 Männer und 8 Kinder vor 4500 Jahren liebevoll und z.T. in inniger Umarmung bestattet. Weltweit zum ersten Mal konnte hier 2008 durch DNA-Analyse der früheste Nachweis für die Existenz einer Kernfamilie erbracht werden.
Eine Sensation!
Aber warum starben diese Menschen zur gleichen Zeit?
Wurden sie Opfer eines Gewaltverbrechens?
Wer waren sie und warum konnte dieses schreckliche Drama geschehen?

Kein Opfer ist je vergessen, schwören die Archäologen, die sich schon längst nicht mehr nur mit dem Datieren und Archivieren von Fundstücken begnügen. Neue naturwissenschaftliche Methoden haben die archäologische Forschung revolutioniert. Sie helfen auch dabei herauszufinden, woran mehrere Familien aus Eulau in Sachsen-Anhalt vor 4500 Jahren starben.

Unter Leitung eines BKA-Profilers und mit Hilfe modernster Analysemethoden ermitteln Archäologen und Anthropologen. Ein Kriminalfall aus der Steinzeit wird so auch zum Schlüssel für eine Epoche unserer Vorgeschichte in der bisher noch vieles im Dunkel lag und in der ganz erstaunliche Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Bevölkerung mitten in Deutschland zutage kommen.

Im dritten Jahrtausend v. Chr. kam es offensichtlich zu zwei wichtigen Einwanderungswellen aus Ost- und Westeuropa, die die Besiedlung des Landes mitbestimmten. Mitten in Deutschland sind diese beiden Wanderungsbewegungen wohl aufeinander geprallt. Aber ist das die Erklärung für das Drama von Eulau?

Die Einwanderer aus dem Westen, nennt man die "Glockenbecher-Menschen", die aus dem Osten "Schnurkeramiker", nach der Form und Verzierung ihrer Keramik. Die "Glockenbecher-Menschen" brachten die Fähigkeit mit, Kupfer und Zinn zu verhütten und zu schmieden. Dies war die Grundlage für die daran anschließende Bronzezeit, die die weltberühmte Himmelsscheibe von Nebra hervorbrachte.


Pressekontakt
Dr. Birgit-Nicole Krebs (ZDF-Pressestelle Berlin), 030/2099 1096, Presse.Berlin@zdf.de
Anja Konen-Praxl (ndf-Presse und Kommunikation), 089/95826 155, anja.konen-praxl@ndf.de

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Liebe Bürgerinnen und Bürger von Albersdorf,
liebe Mitglieder des Fördervereins,
liebe Besucher des prächtigen Steinzeitdorfes!

Vom 7. (Vorbereitung) bis zum 11.10.2009 finden im Steinzeitdorf Dreharbeiten für einen Film statt, der etwa im Mai 2010 im ZDF an einem Sonntag um 19:30 in der Reihe „Terra X“ gesendet wird.
Es handelt sich um eine Dokumentation mit Spiel-Szenen über Ereignisse, die vor rund 4500 Jahren in der Steinzeit stattgefunden haben. Alle Fakten sind gut recherchiert, und das Drehbuch wurde von Archäologen und anderen Wissenschaften geprüft und beraten.

Wir möchten gerne in Albersdorf drehen, weil die schöne Landschaft um das Steinzeitdorf und das hervorragend rekonstruierte Dorf sehr geeignet sind für Inszenierungen – also für Spielhandlungen mit Schauspielern und Komparsen in einer steinzeitlichen Lebenswelt und Atmosphäre.

Wir danken der Leitung des AÖZA, Herrn Dr. Kelm, herzlich für die vielseitige Unterstützung unseres Vorhabens. Dank auch an die vielen Damen und Herren in Albersdorf und Umgebung, die unsere Schauspieler und Teammitarbeiter beherbergen sowie den Mitgliedern des Vereins, des Projektes oder der Arbeitsgemeinschaften, die uns als Experten für steinzeitliche Gewerke bei den Dreharbeiten helfen.

Wegen der Dreharbeiten bleibt das Steinzeitdorf am 8., 9. und 10.10. geschlossen. Am 11.10. wird zwar noch aufgeräumt, aber das Dorf kann wieder von allen besucht werden.

Es werden auch Dreharbeiten auf dem Gelände drum herum – im Wald und auf den Wiesen - stattfinden – dann werden Sie auf Aufnahmeleiter treffen, die möglicherweise mal einen Weg oder ein kleines Gebiet absperren müssen – einmal aus Sicherheitsgründen, zum anderen auch, damit niemand mit moderner Kleidung plötzlich in einer Steinzeitaktion auftaucht.

Wir bitten Sie herzlich im Interesse der Produktion und der Sicherheit, den Ansagen der Aufnahmeleiter Beachtung zu schenken und gegebenenfalls Folge zu leisten.

Solche Absperrungen dauern maximal ein bis zwei Stunden – oft geht es schneller, wenn für eine kurze Zeit Durchgänge ermöglicht werden, oder wenn Sie alternative Wege auswählen.

Sie helfen uns sehr, wenn Sie unsere Dreharbeiten und die Ansagen unserer Mitarbeiter berücksichtigen. Herzlichen Dank.

Wir alle wünschen uns ein angenehmes Miteinander, gute Zusammenarbeit und nette, interessierte Begegnungen in Albersdorf. Wir freuen uns auf spannende Tage, gutes Wetter und eine erfolgreiche filmische Produktion.

Mit Dank und herzlichen Grüßen

Gerwin Dahm

Produzent der neuen deutschen Filmgesellschaft, Hamburg